Wird Heterosexualität belohnt?

Während uns der Gender Pay Gap, also die gravierenden Unterschiede in der Bezahlung der Geschlechter, mittlerweile gut bekannt ist, lauern schon neue unheilverheißende Zahlen im Bezug auf Sexualität – der sogenannte Gay Gap.

Schwule Männer verdienen weniger

Studien in den USA fanden heraus, dass schwule Männer im Schnitt ganze 11% weniger verdienen als heterosexuelle Männer. Mehr zu den Studien hier. Da stellt sich die Frage, wie sieht es wohl bei den Frauen aus? Kombiniert mit dem Gender Pay Gap könnte man vermuten, dass lesbische und bisexuelle Frauen noch härter betroffen sind.

Das ist jedoch tatsächlich nicht der Fall: Laut einer der Studien verdienten Lesben 9% mehr als heterosexuelle Frauen, ein Phänomen, welches das “lesbische Premium” genannt wird, und darauf zurückzuführen ist, dass lesbische Frauen statistisch eher in männlich-dominierten Branchen arbeiten, welche besser zahlen.

Gay Gap = Gender Pay Gap?

Letztlich kommen lesbische Frauen leider dennoch nicht an das Gehalt von schwulen Männern heran – wie wir das von der gläsernen Decke eben kennen, die scheinbar nicht zwischen sexuellen Orientierung unterscheidet.

Am Ende des Tages geht der Gay Pay Gap laut der wissenschaftlichen Analyse von M. V. Lee Badgett aus 2015 auf den Gender Pay Gap zurück, denn wenn Frauen das gleiche Gehalt wie Männer bekämen, würde die existierende Armutslücke zwischen heterosexuellen und queeren Paaren verschwinden.

So bleibt weiterhin die Aufgabe, mit der Verbreitung solcher Studien und somit der Lebensrealität verschiedener Minderheiten zu versuchen, Vielfalt am Arbeitsplatz zu fördern – etwas, wofür wir uns mit der STICKS & STONES aktiv einsetzen. Das Gehalt sollte fair sein – egal, ob man lesbisch, schwul, bi, trans oder hetero ist.