Was ist Coaching?

Was ist eigentlich berufliches Coaching – und wieso ist es für mich wichtig?

Coaching bezeichnet unterschiedliche Beratungsmethoden (Einzelcoaching, Teamcoaching, Projektcoaching), in denen strukturierte Gespräche zwischen einem Coach und einem Coachee (Klienten) zum beruflichen Alltag stattfinden – z. B. Berufsfindung oder Konfliktvermeidung am Arbeitsplatz. Ein Coaching kann ein großartiges Hilfsmittel sein, um auf dem beruflichen Weg wieder auf sicheren Boden zu kommen und selbstbewusst und mit einem Lächeln im Gesicht Probleme anzugehen, die Job und Karriere betreffen.

Coaching hat in der Regel die Persönlichkeit des Klienten im Fokus. Der Coach hilft dem Coachee spezielle berufliche Fähigkeiten auszubauen oder zu verbessern, wobei dieser Entwicklungsprozess in erster Linie eine Art Selbstreflexion und Hilfe zur Selbsthilfe bleibt. Im Gegensatz zur Beratung soll der Coachee die Lösungselber finden. Coaching kann aber auch ein Mix sein aus Beratung, Feedback und praxisorientiertem Training.

Die 7 typischen Phasen des Coachings

Wie aber läuft eigentlich ein typisches Coaching ab? Gute Frage. Tatsächlich kann man den klassischen Verlauf dieser Hilfe zur Selbsthilfe in sieben Phasen einteilen. Natürlich werden diese in der Praxis nie so klar und scharf abgegrenzt, aber sie zeigen indirekt, was auf Sie beim Coaching zukommt und zukommen sollte:

1. Vorgespräch

In dieser ersten Aufwärmphase lernen sich Coach und Coachee kennen, klären berufliche Hintergründe und Arbeitsweisen, bauen gegenseitiges Vertrauen auf und identifizieren die Schwerpunkte des Coachings. Oft wird dabei schon die aktuelle Situation des Managers angesprochen sowie die Ziele und der zeitliche Rahmen für das Coaching.

2. Vereinbarung

Die Chemie stimmt. Doch bevor es losgeht, müssen beide noch den Rahmen fixieren: Ziele? Erwartungen? Wie viele Sitzungen soll es geben? Wo und wann finden sie statt? Was ist, wenn einer absagt? Und natürlich: Was wird es kosten?

3. Analyse

Das Coaching beginnt. Der Coach stellt nun vor allem Fragen, sammelt Informationen, identifiziert Problemfelder, konkretisiert sie und analysiert mögliche Blockaden und Potenziale beim Klienten. Konkrete Hinweise gibt er jetzt noch nicht.

4. Veränderung

Der Coach gibt nun erstes Feedback, reflektiert seine Analyse, stellt Handlungsoptionen und Strategien vor. Das sind jedoch keine Anweisungen, vielmehr moderiert er die vom Klienten gewünschten Veränderungsschritte. Allenfalls hinterfragt er noch Details oder verstärkt den Coachee in seiner Entscheidung.

5. Umsetzung

Jetzt gibt es Hausaufgaben: Der Coach überträgt die identifizierten Handlungsschritte in konkrete Alltagsaufgaben. Entscheidend ist jetzt vor allem der Wille und die Disziplin des Coachees.

6. Erfolgskontrolle

Was ist passiert? Was hat sich verändert? Coach und Coachee analysieren nun die Effizienz und den Erfolg der vereinbarten Strategien. Daraus leiten sie weitere Schritte ab oder aber beide orientieren sich neu und entwickeln neue Strategien und Hausaufgaben.

7. Abschluss

Das Coaching sollte nie einfach auslaufen. Es endet erst mit einem abschließenden Resümee: Was hat der Coachee gelernt? Welche Methoden und Kompetenzen hat er neu entwickelt? War er mit der Beratung zufrieden? Und traut er sich zu, die behandelten Probleme künftig ohne Coach zu meistern? Denn ein Ziel hat jedes Coaching: Die Hilfe zur Selbsthilfe – und sich selbst damit (in diesem Problemfall) überflüssig zu machen.