Wie sicher ist dein Job?

Um das herauszufinden, muss man nicht wie früher recherchieren, Experten anrufen, in die Unibibliothek gehen – man klickt einfach auf den Job Futuromat der ARD, tippt seine Berufsbezeichnung ein und bekommt eine Prozentzahl. Ziemlich simpel – oder doch nicht?

Schon in den Siebzigern gab es Bangen um die Zukunft und die Joblage in Anbetracht der zunehmenden Technologisierung. „Die einen behaupten, dass die Flut schnell ansteigt und in 20 Jahren 80 Prozent der Arbeitsplätze vernichtet. Die anderen sind der Ansicht, dieses Ergebnis werde erst später erreicht.“ – Dieses Zitat aus der SPIEGEL-Ausgabe vom 17. April 1979 macht deutlich, wie lange diese Sorge schon besteht und wie begründet sie eigentlich ist.

Der Wandel des Arbeitsmarktes

Auch heute streiten sich Forscher mit Nobelpreisträgern darüber, wie die berufliche Zukunft aussehen wird. Aktuelle Statistiken über die Arbeitsmarktsituation von Ländern wie der Slowakei, Südkorea, Griechenland und Deutschland, geben Auskunft über gefährdete Jobs und die erhebliche Veränderung der Arbeitsplätze.

Und die Veränderung ist letztendlich das große Argument der Forscher, die sich zurücklehnen möchten, während andere apokalyptische Zahlen von 47 % weniger Jobs wie den Teufel an die Wand malen. Der Punkt ist, dass Arbeitsplätze im ständigen Wandel sind – und das nicht seit gestern. Forscher Terry Gregory sagt, „Bauarbeiter haben sich tatsächlich schon heute in der Regel auf Tätigkeiten fokussiert, die nicht von Maschinen übernommen werden könnten“. Das sind Entwicklungen, welche die Oxford-Studie nicht auf dem Schirm hätte. Nicht alle Berufe seien gleich und sollten in den gleichen Topf geworfen werden. Bei Buchhaltern könnten zwar 94 % der Arbeit von Computern übernommen werden, solche Routineaufgaben machten aber nur einen kleinen Teil der Arbeitszeit aus, so Gregory.

Roboter bringen Vorteile

Das Einsetzen von Robotern hätte sogar Vorteile, wie die offensichtliche Beschleunigung der Arbeit und die damit einhergehende Produktivität. Das erklärte Arbeitsmarktforscher und Wirtschaftsnobelpreisträger Christopher Pissarides. Er sieht darin die Möglichkeit von mehr Teilzeitjobs und mehr Freizeit bei gleichem Wohlstand. Während eines Vortrages erklärte er, dass Berufe, die derzeit eindeutig zu wenig finanzielle und gesellschaftliche Anerkennung bekämen, wie Jobs in der Bildung, in der Altenpflege, im Reha-Bereich, in Haushalten, im Gesundheitswesen und der Kinderbetreuung, mehr Mittel, mehr Bezahlung, und somit einen höheren Stellenwert erhalten würden. Und das ist doch etwas, womit sich jeder anfreunden kann.

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Technischer Fortschritt - Fluch oder Segen?

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